Entwicklungsjahr

Teilhabequalität besser weiterentwickeln! – Ein Angebot zur Nutzung von Messphase und Weiterentwicklungsphase im WfbM-Benchmarking

Viel gemessen, aber kaum etwas verbessert?

Die langjährige Erfahrung in vielen Werkstätten zeigt, dass es nicht immer gelingt, nach der durchgeführten Benchmarking-Messung einen erfolgreichen Prozess der Verbesserung zum Laufen zu bringen. Der Lösungsansatz des WfbM-Benchmarkings, auf Basis der Qualitätsmessung in einer Projektgruppe zentrale Entwicklungsthemen herauszuarbeiten und für diese gezielte Maßnahmen umzusetzen, wird von vielen Werkstätten seit Jahren mit großem Erfolg eingesetzt. Es gibt aber auch Einrichtungen, teils sehr kleine ohne erprobte Projektstrukturen, teils sehr große mit komplexen und trägen Strukturen, die zwar Jahr für Jahr messen, dann aber nur ansatzweise einen systematischen Verbesserungsprozess etablieren können. Manchmal sind zeitliche Ressourcen die Ursache, etwa wenn im operativen Tagesgeschäft die Zeit nicht ausreicht, um neben der teils aufwändigen Messung noch an Verbesserungsmaßnahmen zu arbeiten.

Neues Angebot einer alternierenden Messung!

Nun ist es möglich, statt der fortlaufenden jährlichen Messung ein sog. »Alternierendes Modell« einzusetzen: Auf ein Jahr mit Benchmarking-Messung (»Messjahr«) folgt ein zweites ohne Messung, das dafür mit voller Kraft für die Weiterentwicklung genutzt werden kann (»Entwicklungsjahr«). Dabei ändert sich vertraglich nichts! Im Entwicklungsjahr erhalten die Werkstätten anstelle der Messleistung eine professionelle Prozessbegleitung durch das ITA. In Jahr drei wird wieder die reguläre Benchmarking-Messung durchgeführt. Sie entscheiden, ob in Jahr vier erneut ein Entwicklungsjahr folgt oder die Messung weiter jährlich umgsetzt wird.

Was gibt’s zu beachten?

Bei der Nutzung des alternierenden Modells ist es empfehlenswert, dass im Messjahr vor dem Entwicklungsjahr sämtliche Kennzahlen erhoben werden, inklusive der ansonsten nur zweijährig gemessenen Indikatoren (z.B. Checkliste Inklusion). Der Messaufwand ist daher etwas höher. Werkstätten, die die Beschäftigtenbefragung nutzen, sollten diese in der Messphase ebenfalls durchführen. Damit ist sichergestellt, dass für die Weiterentwicklungsphase eine optimale Ergebnisbasis zur Verfügung steht.

Was passiert in der Entwicklungsphase?

In dem Jahr ohne Messung begleitet das ITA den Weiterentwicklungsprozess und unterstützt zum Beispiel durch eine profunde Ergebnisanalyse, die Moderation von Workshops und regelmäßige Reviews des Fortgangs. Durch diese externe Begleitung gelingt das kontinuierliche Umsetzen zumeist besser und geht im vielfältigen Tagesgeschäft nicht mehr unter. Der Umfang der Prozessbegleitung orientiert sich dabei am Kostenrahmen der jeweiligen Werkstatt für das WfbM-Benchmarking. Kleinere WfbM erhalten eine schlankere Begleitung, größere werden häufiger und teils vor Ort beraten. Auf diese Weise bleiben die vertraglich vereinbarten Kosten unverändert. Natürlich kann in individueller Absprache aber auch eine andere Vorgehensweise gewählt werden.

Wie sieht die Prozessbegleitung konkret aus?

Selbstverständlich wird die Prozessbegleitung des ITA an die Voraussetzungen und Bedarfe der einzelnen Werkstatt angepasst. Die folgende Aufstellung erläutert die grundlegenden Komponenten, die dabei, ggfs. modifiziert, zum Einsatz kommen. Als kleinere und mittlere WfbM gelten Werkstätten mit bis zu 200 Fachkräften und/oder bis zu 1.000 Beschäftigten, alle Werkstätten darüber gelten als größere WfbM.


Beispielhafter Aufbau für kleinere & mittlere WfbM

Basis-Module

B.1 Ergebnisanalyse und -präsentation

Analyse der Benchmarking-Ergebnisse, Präsentation und Diskussion

  • Online-Präsentation (ca. 1,5 – 2 Stunden)
  • Optional buchbar: Vor-Ort-Präsentation

B.2 Auftakt-Workshop

Initiierung des Prozesses, Start der Projektgruppe, Ergebnisbewertung und -priorisierung

  • Online-Workshop (6 – 8 Personen, 1 – 2 Themen, ca. 3 Stunden)
  • Optional buchbar: Vor-Ort-Workshop

B.3 Konzeptionsphase

Erarbeitung möglicher Verbesserungsmaßnahmen und Kosten-/Nutzenabschätzung (4 – 6 Wochen)

  • In Eigenregie der WfbM

B.4 Entscheidungs-Workshop

Maßnahmenpräsentation, Diskussion und Auswahl sowie Grobplanung der Umsetzung

  • Online-Workshop (6 – 8 Personen, ca. 3 Stunden)
  • Optional buchbar: Vor-Ort-Workshop

B.5 Planungs- und Umsetzungsphase

Detailplanung und Umsetzung der Maßnahmen

  • In Eigenregie der WfbM (3 – 6 Monate)

B.6 Review-Workshop

Review des erreichten Umsetzungsstandes und ggf. Anpassung der weiteren Planungen

  • Online-Workshop (6 – 8 Personen, ca. 3 Stunden)
  • Optional buchbar: Vor-Ort-Workshop

Ergänzungs-Module

Zusätzlich zu den Basiskomponenten sind Ergänzungsmodule auswählbar:

E.1 Weitere Ergebnispräsentation

Bspw. für Werkstatt- oder Aufsichtsrat

  • Online-Präsentation (ca. 1,5 – 2 Stunden)

E.2 Zusätzlicher Zwischen-Workshop

Bspw. zur weiteren Prozessbegleitung, Review oder Planungsaktualisierung

  • Online-Workshop (ca. 2 Stunden)

E.3 Team-Coaching*

Bspw. zur Begleitung und Unterstützung in schwierigen Prozessphasen

  • Online-Workshop (ca. 2 Stunden)

E.4 Führungskräfte-Coaching*

Bspw. zur Begleitung und Unterstützung von involvierten Personen in Leitungsfunktionen

  • Online-Workshop (ca. 2 Stunden)

E.5 Online-Seminar

Abhängig von Interesse, Priorisierung der Ziele und Interessen, bspw. zeitgemäße Führung, Veränderungsprozesse managen, Selbstorganisation, Einführung in Lern- und Experimentierräume, New Work & Agile Methoden

  • Online-Workshop (ca. 2 Stunden pro Seminar)

* Das ITA setzt ausgebildete und über die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) sowie die Systemische Gesellschaft (SG) zertifizierte Coaches ein.